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Anmerkungen und Literatur
1 Hösch, Edgar: Geschichte der Balkan Länder. Von der Frühzeit bis zur Gegenwart. München 1999
2. Gemeint ist hier nicht Großzupan Stefan Nemanja (1113-1199) der eigentliche Gründer der Nemanjidendynastie, sondern dessen Sohn.
3. Ohme, Heinz: Das Kosovo und die Serbische Orthodoxe Kirche. Vortrag. Humboldt-Universität, Berlin 1999 S. 4
4. Jirecek, Constantien: Geschichte der Serben. Bd. I (Geschichte der Europäischen Staaten Bd. 38) Gotha 1911 S.386
5. Die griechischen Kleriker wurden aus dem Herrschaftsgebiet davongejagt.
6. Hafner, Stanislaus: Studien zur altserbischen dynastischen Historiographie. (Südosteuropäische Arbeiten, 62) München 1964
7. Jirecek, Op.cit., S. 422 ff.
8. Es ist sehr zweifelhaft, ob sich dies wirklich ereignet hat. Richtig ist, dass Zar Uros V. Nemanjic am 04.12.1371 verstarb. In
das serbische Volkslied ging aber die Version ein, wonach er auf Betreiben König Vukasin Mrnjavcevics ermordet wurde. Dies ist aber historisch gesehen unmöglich, da König Vukasin vor Zar Uros starb, nämlich, in der
Schlach an den Cernomerski Lugovi (Marica) in der Nacht vom 28./29.09.1371.
9. Jirecek ibid., S. 437 ff. Der Autor läßt seinen ersten Geschichtsband mit dem Jahr 1371 enden, weil er hier den Untergang des serbischen Könighauses sieht.
10. Zur Einführung in die osmanische Geschichte. Matuz, Josef: Das Osmanische Reich. Grundlinien seiner Geschichte. Darmstadt 1985
11. Papoulia, Basilike: Ursprung und Wesen der „Knabenlese“ im Osmanischen Reich. (Südosteuropäische Arbeiten, 59) München 1963
12. Röhrborn, Klaus: Untersuchungen zur osmanischen Verwaltungsgeschichte. (Studien zur Sprache, Geschichte und Kultur des islamischen Orients Bd. 5 Hrsg. Spuler, B. Berlin 1973
13. ibit.;
S. 26 ff. (Timar ist persischen Ursprung und bedeutet “Vorsorge, Fürsorge” und hat die ähnliche Bedeutung wie das byzantinische “Pronoia” sowie mit dem seldschukischen “Iqta”.)
14. Die orthodoxe Kirche und der Islam, siehe Hösch, Op. Cit., S. 97 ff.
15. Recht der nichtmuslimischen Einwohner auf eigene Rechtsprechung. Siehe Becker, Uwe: Das osmanische „millet" System. Ursprung, Wandel und Zerstörung einer
politischen Idee, in: Istanbul Post vom 09.03.2002
16. Die Darstellung ist hier etwas vereinfacht. Nach dem Tod des letzten Zaren gab es einige serbische Fürsten, die um
einiges mächtiger waren, als Fürst Lazar. So z.B. Nikola Altomanovic, ein junger und ambitionierter Fürst, der sich allerdings in kurzer Zeit mit Fürst Lazar, dem bosnischen Banus Trvtko und auch mit Djuradj
Stracimirovic-Balsic anlegte. 1375 sahen sich Lazar und Tvrtko zu einer gemeinsamen Aktion gegen Nikola Altomanovic genötigt, schlugen diesen mit gemeinsamen Kräften und teilten seine Gebiete untereinander auf. Nach
dem erfolgreichen Feldzug gegen Nikola Altomanovic, schlug Fürst Lazar seinem Verbündeten Banus Tvrtko vor, die serbischen Krone anzunehmen und so einen Versuch zu starten, das zerstrittene serbische Reich neu zu
einen. Fürst Lazar selbst wollte die Königskrone nicht annehmen, da er kein Nachkomme der Nemanjiden war, obwohl seine Frau Milica eine Nachfahrin des ältesten Sohnes des Stefan Nemanja, nämlich Herzog Vukan
Nemanjic, war. Der erste serbische Bischof, Sava Nemanjic, verkündete seinerzeit einen Verdammnisspruch über jeden, der es wagen sollte, die serbische Königskrone anzunehmen, ohne aus dem Hause der Nemanjiden zu
sein. Da Sava bald nach seinem Tod zum Nationalheiligen erhoben wurde und sein Kult bei den Serben bis heute sehr ausgeprägt ist, wollte sich Fürst Lazar nicht am Heiligen Sava vergehen. Anders Banus
Tvrtko...seine Großmutter, die Frau von Stefan I. Kotromanic, war eine Tochter des serbischen Königs Stefan Uros II. Dragutin. Da er so quasi eine Abstammung von den Nemanjiden aufweisen konnte, war er ein Kandidat
auf die Krone. Die Krönung fand dann, fast schon notwendigerweise, am Grab des Heiligen Sava im Kloster Milesevo 1377 statt. Faktisch aber hatte König Tvrtko in Serbien keine Regierungsgewalt, die lag bei Fürst
Lazar.
17. Zum Ablauf der Schlacht, siehe: Miksch, Hans: Der Kampf der Kaiser und Kalifen. Ungarn zwischen Kreuz und Halbmond Bd. 2. Koblenz 1990 S. 197 ff. sowie Hösch, Op. cit., S. 80 und zu den sozialen und gesellschaftlichen Auswirkungen,
Werner, Ernst: Die Geburt einer Goßmacht – Die Osmanen (1300-1481, Ein Beitrag zur Genesis des türkischen Feudalismus. 4 Aufl. Wien 1985 (17a ) Die Militärhistoriker der Uni Belgrad sind sich darin einig, dass Lazar auf dem Amselfeld nicht mehr als 25.000 Soldaten hatte, während die Osmanen eine Streitmacht von ca. 40.000 Mann ins Feld führten.
18. Zur Problematik der genauen Datierung, Miksch, Op. cit., S. 197
19. Jirecek, Op. cit., Bd. 2 erste Hälfte S. 120 ff. sowie Lachmann, Renate: Memoiren eines Janitscharen oder Türkische Chronik. (Slavische Geschichtsschreiber Bd. 8)
Graz 1975 S. 80 ff.
20. Zu den osmanischen Quellen, Giese, Friedrich: Die altosmanischen anonymen Chroniken, Teil II (Abhandlungen für die Kunde des Morgenlandes Bd. 17, Hrsg. DMG) Leipzig 1925 S. 36 ff. sowie
Kreutel, Richard: Vom Hirtenzelt zur Hohen Pforte. Frühzeit und Aufstieg des Osmanenreiches nach der Chronik „Denkwürdigkeiten und Zeitläufe des Hauses Osman“ von Derwisch Ahmed, genannt Asik Pascha Sohn. (Osmanische Geschichtsschreiber Bd.3, Hrsg. Kreutel, R.) Graz 1959 S. 94 ff und
Kreutel, Richard: Leben und Taten der Türkischen Kaiser. Die anonyme vulgärgriechische Chronik Codex Barberinianus Graecus 111 Anonymus Zoras. (Osmanische Geschichtsschreiber Bd. 6) Graz 1971 S. 28 ff.
Übrigens wurde seit dieser Zeit kein ausländischer Botschafter, ohne zwei Paschen die diesen festhielten, bei einer Audienz des Sultans, vorgelassen.
21. Die Serben wurden als „vojnuci“ in das osmanische Herr eingegliedert, Werner, Op. cit., S. 215
22. Baum, Wilhelm: Kaiser Sigismund. Konstanz, Hus und Türkenkriege. Graz 1993 S. 38 ff.
23. Miksch, Op. cit., S. 208 ff.
24. Jirecek, Op. cit., Bd. 2 erste Hälfte S. 137 sowie Werner, Op. cit., S. 189 und Giese, Op.cit., S. 54/55 sowie Kreutel, Vom Hirtenzelt zur Hohen Pforte. Op. cit., S. 113 und
Miksch, Op. cit., S. 220
25. Während der Despot 1408 gegen Bosnien kämpfte, verbündetet sich sein Bruder Vuk Lazarevic mit den osmanischen Thronanwärter Suleiman und verwüste serbisches Gebiet, Werner, Op.
cit., S. 198 ff. siehe auch die Flucht des osmanischen Thronanwärter Musa an den serbischen Hof, Giese, Op. cit., S. 70
26. Baum, Op. cit., S. 213
27. Jirecek, Op. cit., Bd. 2 erste Hälfte S. 185 ff. (27a) Genau genommen die dritte Schlacht auf dem Amselfeld. Die zweite wurde 1413 geführt, in der Fürst Stefan Lazarevic das Heer des osmanischen Sultans Suleyman, des ältesten Sohnes Bayazids, schlug und so aktiv in den osmanischen Bürgerkrieg eingriff.
28. Hösch, Op. cit., S. 82
29. Es handelt sich hier um den bedeutenden Großwesir Sokollu Mehmed Pascha unter Selim II, der im sebisch-bosnischen Grenzgebiet in Sokolowitschi geboren wurde. Siehe hierzu
Jorga, Nicolae: Geschichte des Osmanischen Reiches Bd. 3 Neudr. D. Ausg. Gotha 1910, Frankfurt 1990 S. 165 ff.
30. Als berühmtes Beispiel sei hier an die Brücke über die Drina 1571 erinnert deren Geschichte von Ivo Andric sehr beindruckend in seinem Roman geschildert wurde. Andric, Ivo:
Die Brücke über die Drina. 7 Aufl. München 1995
31. Hösch, Op. cit., S. 97
32. Zur Partisanenproblematik, Wiener, Friedrich: Partisanenkampf am Balkan. Die Rolle des Partisanenkampfes in der jugoslawischen Landesverteidigung. 2 Aufl. Wien 1987
33. Hösch, Op.cit., S. 107 ff.
34. Ohme, Op. cit., S. 7 ff.
35. Hösch, Op. cit., S. 164 ff.
36. Wiener, Op. cit., S. 17 ff.
37. Becker, Uwe: Flucht und Vertreibung. Osmanisch muslimische Flüchtlingsbewegungen in und aus den Balkanprovinzen zwischen 1814 - 1926 und in die türkische Republik
zwischen 1923 – 1991, in: Istanbul Post 20.04.2002 sowie Becker, Uwe: Das osmanische „millet“ System. Ursprung, Wandel und Zerstörung einer polirischen Idee, in: Istanbul Post 09.03.2002
38. Hösch, Op. cit., S. 164
39. ibit., S. 222 ff.
40. ibit., S. 246 ff.
41. Jugoslawien bestand als Bundesstaat aus den Teilrepubliken Serbien, Kroatien, Slowenien, Bosnien-Herzegowina, Montenegro und Mazedonien sowie aus den zwei autonomen
Gebieten Wojwodina und Kosovo-Metohija. Tito starb am 04.05.1980 mit in den ausbrechenden Unruhen im Kosovo.
42. Wiener, Op.cit., S. 225
43. Slobodan Milosevic wird am 08.05.1989 Präsident der serbischen Teilrepublik.
44. Wiener, Op. cit., S. 148 ff.
45. Ohme, Op. cit., S. 17
46. Schlegel, Dietrich: Die Rolle der Türkei während der Konflikte in Ex-Jugoslawien, in: Zeitschrift für Türkeistudien, Hrsg. ZfT, Bd. 2/99 Leverkusen 2000 (S. 257 –
270)
47. ibid., S. 265
48. Scholl-Latour, Peter: Allahs Schatten über Atatürk. Die Türkei in der Zerreißprobe. München 2001 S. 455 ff.
49. Schlegel, Op. cit., S. 270
*Die in rot gehaltenen Anmerkungen gehen freundlicherweise auf eine kritische Korrektur von Herrn M.A. Milan Skondric (Historiker) zurück.
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